Arbeitnehmer muss nicht im Home-Office arbeiten

Arbeitnehmer muss nicht im Home-Office arbeiten

Ein Arbeitgeber hatte einem angestellten Ingenieur gekündigt, nachdem diese sich geweigert hatte, im Home Office zu arbeiten. Die Kündigung ist unwirksam, das hat das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg in einem aktuellen Urteil aus dem Arbeitsrecht entschieden.

Im vorliegenden Fall wurde der Betriebsstandort geschlossen und der der Arbeitgeber hatte dem Ingenieur das Angebot unterbreitet, im Home Office weiterzuarbeiten. Dazu war der Arbeitnehmer aber nicht bereit und der Arbeitgeber kündigte.

In seiner Entscheidung führte das LAG Berlin-Brandenburg aus, dass der Arbeitgeber nicht allein wegen seines arbeitsvertraglichen Weisungsrechts berechtigt sei, einem Arbeitnehmer einen sogenannten Telearbeitsplatz, in diesem Fall in Form des Home Office, zuzuweisen und entsprechend läge keine Arbeitsverweigerung vor, wenn der Arbeitnehmer die Telearbeit ablehne. Die Unterschiede zwischen der Arbeit am Betriebsstandort und im Home Office seien zu groß, als dass hier das vertragliche Weisungsrecht des Arbeitgebers dies umfassen würde, bestätigte das LAG Berlin Brandenburg das Urteil des Arbeitsgerichts, welches vorher ebenfalls die Kündigung für unwirksam erklärt hatte.

Sie haben Fragen zum Thema Arbeitsrecht oder sind evtl. auch selbst betroffen? Als Rechtsanwalt in Ahaus mit dem Schwerpunkt Arbeitsrecht können wir Ihnen bei juristischen Fragen zum Thema Arbeitsrecht helfen – sprechen Sie uns an.