Urlaub ohne Genehmigung kann zur Kündigung führen

Urlaub ohne Genehmigung kann zur Kündigung führen

Landesarbeitsgericht Düsseldorf (AZ8 Sa 87/18)

Aktuell sind in vielen Bundesländern Sommerferien und viele Arbeitnehmer genießen ihren Urlaub. Wenn man allerdings eigenmächtig den Urlaub verlängert oder sogar ohne Genehmigung Urlaub nimmt, kann das zur Kündigung führen – das hat das LAG Düsseldorf in einem aktuellen Urteil aus dem Arbeitsrecht entschieden.

Im konkreten Fall ging es um eine Angestellte, die für zwei Tage genehmigten Urlaub hatte (Donnerstag, Freitag), diesen aber eigenmächtig für die nächste Woche verlängern wollte und ihren Vorgesetzten darüber erst am Montagmittag informierte, obwohl sie zu dem Zeitpunkt bereits im Büro hätte sein müssen. Ihr Vorgesetzter war damit nicht einverstanden und bot Ihr an, das nächste Wochenende zu verlängern und dann Urlaub zu nehmen. Die Angestellte war aber bereits auf Mallorca und konnte ihrer Aussage zufolge nicht zurück ins Büro kommen, was sie auch nicht tat. Daraufhin kündigte ihr der Arbeitgeber fristgerecht.

Das LAG Düsseldorf hat zugunsten des Arbeitgeber entschieden, weil eine eigenmächtige Inanspruchnahme vom Urlaub ein Kündigungsgrund sei, der sogar mit einer fristlosen Kündigung einhergehen könne. Eine Abmahnung sei daher in diesem Fall nicht notwendig.

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Mobiles Halteverbot gilt auch, wenn man im Urlaub ist

Mobiles Halteverbot gilt auch, wenn man im Urlaub ist

Oberverwaltungsgericht Münster, (14 K 8394/13)

In einem aktuellen Urteil aus dem Verkehrsrecht hat das OVG Münster entschieden, eine Autobesitzerin die Abschleppkosten tragen muss, nachdem ihr Auto aus einem mobilen Halteverbot abgeschleppt wurde, nachdem sie in Urlaub geflogen war.

Im vorliegenden Fall aus dem Verkehrsrecht parkte die Autobesitzerin ihr Fahrzeug am 19. August in einer Straße in Düsseldorf – zu diesem Zeitpunkt standen noch keine Halteverbotsschilder an diesem Ort. Am darauffolgenden Tag wurden von einer Umzugsfirma mobile Halteschilde aufgestellt, die ab dem 23. August um 7:00 Uhr morgens gültig wurden und entsprechend wurde der PKW der Klägerin wurde am 23. nachmittags kostenpflichtig abgeschleppt. Die Klägerin wandte sich dann erst an das Verwaltungsgericht Düsseldorf, das die Klage abwies und legte Berufung beim OVG Münster ein, das die Klage ebenfalls abwies. Laut Aussage des Gerichts seien 48 Stunden Vorlaufzeit ausreichend, damit ein mobiles Halteverbot die Gültigkeit erlange und die durchgeführte Abschleppmaßnahme verhältnismäßig. Ob die Besitzerin zu diesem Zeitpunkt in Urlaub gewesen sei, sei für diesen Umstand unerheblich.

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