Urlaub ohne Genehmigung kann zur Kündigung führen

Urlaub ohne Genehmigung kann zur Kündigung führen

Landesarbeitsgericht Düsseldorf (AZ8 Sa 87/18)

Aktuell sind in vielen Bundesländern Sommerferien und viele Arbeitnehmer genießen ihren Urlaub. Wenn man allerdings eigenmächtig den Urlaub verlängert oder sogar ohne Genehmigung Urlaub nimmt, kann das zur Kündigung führen – das hat das LAG Düsseldorf in einem aktuellen Urteil aus dem Arbeitsrecht entschieden.

Im konkreten Fall ging es um eine Angestellte, die für zwei Tage genehmigten Urlaub hatte (Donnerstag, Freitag), diesen aber eigenmächtig für die nächste Woche verlängern wollte und ihren Vorgesetzten darüber erst am Montagmittag informierte, obwohl sie zu dem Zeitpunkt bereits im Büro hätte sein müssen. Ihr Vorgesetzter war damit nicht einverstanden und bot Ihr an, das nächste Wochenende zu verlängern und dann Urlaub zu nehmen. Die Angestellte war aber bereits auf Mallorca und konnte ihrer Aussage zufolge nicht zurück ins Büro kommen, was sie auch nicht tat. Daraufhin kündigte ihr der Arbeitgeber fristgerecht.

Das LAG Düsseldorf hat zugunsten des Arbeitgeber entschieden, weil eine eigenmächtige Inanspruchnahme vom Urlaub ein Kündigungsgrund sei, der sogar mit einer fristlosen Kündigung einhergehen könne. Eine Abmahnung sei daher in diesem Fall nicht notwendig.

Sie haben Fragen zum Thema Arbeitsrecht oder sind evtl. auch selbst betroffen? Als Rechtsanwalt in Ahaus mit dem Schwerpunkt Arbeitsrecht können wir Ihnen bei juristischen Fragen zum Thema Arbeitsrecht helfen – sprechen Sie uns an.

Kündigung nach Gewinnspielanrufen – aber nicht fristlos

Landesarbeitsgericht Düsseldorf (Az. 12 Sa 630/15)

In einem aktuellen Urteil aus dem Arbeitsrecht das Landesarbeitsgericht Düsseldorf entschieden, dass kostenpflichtige Gewinnspielanrufe zwar zur Kündigung führen können, eine fristlose Kündigung aber nicht gerechtfertigt sei.

Im konkreten Fall hatte eine Mitarbeiterin mehrfach versucht, bei einer kostenpflichtigen Gewinnspiel-Hotline den Jackpot zu gewinnen. Jeder der 37 Versuche hat 50 Cent gekostet und dies war dem Unternehmensinhaber bei der Durchsicht der Telefonrechnung aufgefallen. Das Angebot der Mitarbeiterin, diese 18,50€ zu bezahlen, hat der Unternehmer nicht akzeptiert und der Angestellten fristlos gekündigt.

Diese fristlose Kündigung hob das LAG Düsseldorf jetzt auf, eine fristgerechte Kündigung sei aufgrund des Vergehens aber rechtmäßig, so das LAG. Immer wieder gibt es Fälle, bei denen kostenpflichtige Privatanrufe zu Kündigungen führen. Laut der aktuellen Rechtsprechung im Arbeitsrecht reicht ein einziger Anruf nicht für die Kündigung aus, 2000 allerdings schon für die fristlose Kündigung. Der aktuelle Fall bestätigt also die Bandbreite.

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Kein Rechtsmissbrauch durch tariflich erleichterte Befristung bei Leiharbeit

LAG Düsseldorf Urt. V. 21.06.2013 – Az. 10 Sa 1747/12:

“Auch eine neunmalige Befristung ist nicht rechtmissbräuchlich und begründet daher keinen Anspruch auf ein unbefristetes Arbeitsverhältnis.”

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