Urteil des BGH: Mieter und Vermieter sind bei Schönheitsreparaturen in der Pflicht

In einem aktuellen Urteil aus dem Mietrecht hat der BGH sich mit einem häufig diskutierten Theme im Rahmen des Mietrechts befasst: Schönheitsreparaturen. In dem verhandelten Fall ging es allgmein um um Mieter, die ihre Wohung unrenoviert bezogen haben. In diesem Fall können Sie den Vermieter zwar zum Renovieren verpflichten, müssen sich aber gleichzeitig an den Kosten für die Renovierung der  Wohnung beteiligen.

Zwar sind Vermieter für das regelmäßige Streichen einer Wohnung zuständig, können aber diese Pflicht im Mietvertrag auf die Mieter übergehen lassen. In den meisten Fällen ist so eine Klausel auch Teil des Mietvertrages. Konkret wurden zwei Fälle verhandelt, in denen den Mietern die Wohnungen unrenoviert übergeben und kein finanzieller Ausgleich seitens des Vermieters geleistet wurde. Entsprechend bleibt der Vermieter in der Instandhaltungspflicht.
Gleichzeitig hat der BGH aber ebenfalls entschieden, dass sich die Mieter an den Kosten für die Renovierung beteiligen müssten, weil auch Spuren der Mieter beseitigt würden. Welche Auswirkungen diese Urteile dann auf die Praxis haben, wird sich in den nächsten Monaten und Jahren herausstellen.

Wenn auch Sie als Mieter oder Vermieter Fragen oder eine juristische Beratung im Bereich des Mietrechts benötigen, sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne weiter!