LAG München: Crowdworker ist kein Angestellter

In einem aktuellen Urteil aus dem Arbeitsrecht hat das Landgericht München entschieden, dass ein Crowdworker kein Arbeitnehmer der von ihm genutzten Internetplattform ist, wenn es keine Verpflichtung zur Übernahme Aufträge gibt.

Im konkreten Fall hatte ein Crowdworker geklagt, der durch eine App bzw. Internetplattform vermittelte Jobs angenommen hatte. Nachdem die Plattform die Zusammenarbeit mit dem Mikrojobber beenden wollte, klagte der Mann, denn seiner Meinung nach handele es sich um ein unbefristetes Arbeitsverhältnis zwischen ihm und der Internetplattform.

Vor dem Landesgericht München hatte die Klage allerdings keinen Erfolg, denn aus Sicht der Richter gibt es in dem konkreten Fall weder für den Mikrojobber die Verpflichtung, Aufträge anzunehmen, noch für die Internetplattform die Verpflichtung, Aufträge anzubieten.  Das LAG München hat in diesem Fall Revision zugelassen.

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