Künstliche Fingernägel können vom Arbeitgeber verboten werden

In einem aktuellen Urteil aus dem Arbeitsrecht hat das Arbeitsgericht Aachen entschieden, dass Mitarbeitern im Altenheim das Tragen künstlicher Fingernägel untersagt werden kann.

Im vorliegenden Fall hatte die Trägerin des Altenheims einer Mitarbeiterin, die als Helferin im sozialen Dienst tätig ist, das Tragen der künstlichen Fingernägel im Dienst untersagt, womit die Mitarbeiterin nicht einverstanden war und mit dem Argument der Verletzung ihrer Persönlichkeitsrechte vor Gericht zog. Die Trägerin des Altenheims dahingegen hielt aus Gründen der Hygiene und des Patientenschutzes das Verbot für gerechtfertigt.

Vor dem Arbeitsgericht Aachen (Urteil, Az. 1 Ca 1909/18) hatte die Klage der Mitarbeiterin allerdings keinen Erfolg, denn das Interesse der Klägerin an der freien Gestaltung ihres Erscheinungsbildes stehe hinter dem Interesse der Arbeitgeberin, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bewohner, so das Amtsgericht.

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