Nachlasspfleger muss minutengenau abrechnen

OLG Celle (AZ: 6 W 14/16)

In einem aktuellen Urteil aus dem Erbrecht hat das OLG Celle die Entscheidung eines Nachlassgerichts bestätigt, dass ein berufsmäßiger Nachlasspfleger seine Tätigkeiten minutengenau für die Abrechnung aufführen muss, um den Zeitaufwand überprüfbar zu machen.

Im vorliegenden Fall hatte ein Nachlassgericht einen berufsmäßig tätigen Nachlasspfleger bestellt. Für Tätigkeiten wie die Abwicklung von Bankkonten, die Betreuung einer zum Nachlass gehörenden Immobilie und die Suche nach den Erben hat der Nachlasspfleger insgesamt rund 1.700 Euro beantragt. Den Zeitaufwand hat der Nachlasspfleger mit einer Liste von Tätigkeiten belegt, die in 10-Minuten-Schritten unterteilt war. Das Nachlassgericht lehnte diesen Antrag ab.

Das OLG Celle hat diese Entscheidung weitgehend mit der Begründung bestätigt, dass die minutengenaue Abrechnung der einzelnen Tätigkeiten sei erforderlich, um einerseits eine Überprüfung des Aufwands durch das Nachlassgericht zu ermöglichen und andererseits der Nachlasspfleger nur den tatsächlich geleisteten Aufwand vergütet bekomme.

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