BGH: Keine Mietminderung wegen Kinderlärm

Bundesgerichtshof (Az. VIII ZR 197/14)

Der BGH hat in einem aktuellen Urteil aus dem Mietrecht entschieden, dass Kinderlärm kein Grund für eine Mietminderung darstellt. Mieter, die aufgrund des Lärms vom einem Bolzplatz einer angrenzenden Schule die Miete um 20% gekürzt hatten, bekamen zunächst vom Landgericht Hamburg Recht und ihnen eine Mietminderung in Höhe von 10% zugestanden. Genau dieses Urteil des LG Hamburg hob der BGH im aktuellen Mietrechts-Urteil wieder auf.

Laut der Begründung des BGH geht das Toleranzgebot so weit, dass auch Mieter, deren Miertveträge noch vor dem Inkrafttreten geschlossen wurden, sich diesem Toleranzgebot unterwerfen müssen. Das 2011 in Kraft getretene Toleranzgebot zu Kinderlärm erklärt den Lärm spielender Kinder und für einen Teil der kindlichen Entwicklung und Entfaltung.

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