Teppichboden gegen Parkett austauschen ist erlaubt

Bundesgerichtshof Karlsruhe BGH (Az.: V ZR 73/14)

In einem aktuellen Urteil hat der Bundesgerichtshof (BGH) ein Urteil zum häufigen Streitfall Schallschutz gesprochen. Der BGH hat es für rechtmäßig erklärt, wenn ein Wohnungseigentümer Teppichboden durch Parkett ersetzt, auch wenn der neue Bodenbelag mehr Lärm für die darunterliegenden Wohnungen bedeutet.

Im konkreten Fall ging es um ein Ehepaar aus Travemünde, das geklagt hatte. In einer Wohnanlage aus den Siebzigerjahren hatte der Eigentümer der darüber liegenden Wohnung den Teppichboden durch Parkett ersetzen lassen, wodurch die Geräuschkulisse für das Ehepaar (bspw. durch Stöckelschuhe etc.) lauter wurde. Der BGH begründete sein Urteil damit, dass auch der neue Fußboden die Schallschutzbestimmungen erfüllt, die zum Zeitpunkt der Errichtung des Wohnobjektes gegolten haben. Davon abweichende Bestimmungen müssten von der Eigentümergemeinschaft beschlossen werden, was im Fall nicht vorlag, so dass die allg. Bestimmungen aus den Siebzigerjahren als Entscheidungsbasis herangezogen wurden.

Wenn auch Sie als Mieter oder Vermieter Fragen oder eine juristische Beratung im Bereich des Mietrechts benötigen, sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne weiter!