Kündigung bei verweigerter Nutzung des Dienst-KFZ – aber nicht fristlos

Arbeitsgericht Mönchengladbach (Az. 2 Ca 1765/15)

In einem aktuellen Urteil aus dem Arbeitsrecht das Arbeitsgericht Mönchengladbach eine fristlose Kündigung für unwirksam erklärt, die fristgemäße Kündigung dahingegen für rechtmäßig, nachdem ein Mitarbeiter sich dagegen ausgesprochen hattte, ein neu designtes Firmen-KFZ für die Auslieferung zu nutzen.

Im konkreten Fall aus dem Arbeitsrecht hatte der Mitarbeiter sich geweigert, in einem seinem Wortlaut nach „Puffauto“ Kaffeebohnen auszuliefern. Daraufhin hatte der Arbeitgeber dem langjährigen Mitarbeiter fristlos gekündigt. Das Arbeitsgericht Mönchengladbach hatte dem Arbeitgeber im Urteil zugestanden, dass eine Kündigung rechtmäßig sei, weil der Arbeitgeber ein Direktionsrecht hat und damit kann der Arbeitgeber dem Mitarbeiter ein nach seinen Vorstellungen gestaltetes Firmenfahrzeug zuweisen.

Weigert sich der Mitarbeiter, dieses Firmenfahrzeug zu nutzen, kann der Arbeitgeber entsprechend kündigen. Die fristlose Kündigung hielt das AG Mönchengladbach aber für unrechtmäßig, unter anderem es vorher keine Abmahnungen gab und der Tatsache, dass sich bei der zwanzigjährigen Tätigkeit des Mitarbeiters für das Unternehmen keine Beanstandungen gab.

Sie haben Fragen zum Thema Arbeitsrecht oder sind evtl. auch selbst betroffen? Als Rechtsanwalt in Ahaus mit dem Schwerpunkt Arbeitsrecht können wir Ihnen bei juristischen Fragen zum Thema Arbeitsrecht helfen – sprechen Sie uns an.