Autohaus muss für Rost an Gebrauchtwagen aufkommen

Bundesgerichtshof BGH (Az.: VIII ZR 104/14)

In einem aktuellen Urteil aus dem Verkehrsrecht bzw. Vertragsrecht hat der BGH zu Gunsten einer Autokäuferin entschieden, bei dessen Gebrauchtwagen nach einem Jahr Rost aufgetreten ist. Entsprechend muss der Autohändler Schadensersatz leisten.

Im vorliegenden Fall berief sich das Autohaus auf den Kaufvertrag, wo durch einen Verweis auf die AGB des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) mit Stand von März 2008 eine verkürzte Sachmängelhaftung von einem Jahr vereinbart worden. Im Gegensatz dazu gelten im Allgemeinen zwei Jahre als gesetzliche Frist, was die Käuferin auch vor Gericht als Argument nutzte, um den Schaden vom Autohaus ersetzt zu bekommen. Nach dem Gang durch alle Instanzen hat der BGH jetzt der Käuferin Recht gegeben, allerdings nicht, weil die Verkürzung der Frist für Sachmängelhaftung grundsätzlich unzulässig ist, sondern weil in dem vorliegenden Fall aus dem Kaufvertrag kein eindeutiger Zeitraum zu erkennen sei (aufgrund des Verweises auf die AGB des ZDK) und so die gesetzliche Frist gelte. Entsprechend muss der Händler den Schaden begleichen.

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