Waschstraßen-Betreiber müssen für Schäden an PKW zahlen

Landgericht Paderborn (Az.: 5 S 65/14)

In einem aktuellen Urteil aus dem Verkehrsrecht hat das LG Paderborn Verbrauchern den Rücken gestärkt. Betreiber von Waschstraßen haften für Schäden, die in der Waschstraße an dem zu waschenden Auto passieren. Das hat jetzt das LG Paderborn entschieden. Der Betreiber einer Waschstraße kann ich nicht darauf berufen, dass Sicherheitsvorkehrungen zu teuer wären, um den Schaden auf den PKW-Besitzer abzuwenden.

Im konkreten Fall ging es nicht einfach nur um einen vermeintlich einfachen Lackschaden (wie häufig vor Gerichten im Zusammenhang mit Waschstraßen verhandelt), sondern hier ging es um einen Auffahrunfall in der Waschstraße. Innerhalb der Waschstraße wurde der PKW auf einem Band transportiert. Dabei ist das PKW vor der Klägerin steckengeblieben, während das eigene Auto weitergezogen wurde. Auch das Personal der Waschanlage hat auf ein Hupen nicht reagiert, so dass es zum Auffahrunfall und zu einem Schaden von 1300€ am Auto der Klägerin gekommen ist. Die Versicherung der Waschanlage wollte daraufhin nicht zahlen, was jetzt durch das Urteil des Landgerichts Paderborn zu Gunsten der Klägerin allerdings als nicht rechtmäßig entschieden wurde.

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