Vermieter darf eigene Leistungen in Nebenkostenabrechnung aufführen

Bundesgerichtshof (BGH),  Az.: VIII ZR 41/42):

In einem aktuellen Urteil aus dem Mietrecht hat der Senat des BGH entschieden, dass ein Vermieter Arbeiten in der Nebenkostenabrechnung abrechnen darf, die er selbst oder durch sein Personal erledigt worden sind. Hier dürfen die Kosten in der Höhe angesetzt werden, die bei Durchführung der Arbeiten durch ein externes Unternehmen entstanden wären, abzgl. der MwSt.

Im konkreten Fall ging es um die die Punkte „Gartenpflege“ und „Hausmeister“ in der Nebenkostenabrechnung, in der ein Vermieter nicht die real entstandenen Kosten aufgeführt worden hat, sondern die kalkulatorischen Arbeitskosten exkl. MwSt. berechnet hatte. Nach dem Gang durch alle Gerichts-Instanzen (Amtsgericht, Landgericht und letztendlich dem BGH) wurde dieses Verfahren als rechtmäßig eingestuft und der Mieter zur Zahlung der Nebenkosten verurteilt. Voraussetzung war in diesem Fall des MietrechtsUrteils, dass der Vermieter die kalkulatorischen Kosten gut durch ein Angebot eines externen Unternehmens belegen konnte.

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