Für Mieterhöhung muss der lokale Mietspiegel herangezogen werden

Bundesgerichtshof (BGH),  Az.: VIII ZR 413/12):

Nach einem aktuellen Mietrechts-Urteil des BGH muss bei einer Mieterhöhung der lokale Mietspiegel als Maßstab herangezogen werden. So ist es bspw. nicht erlaubt, den Mietspiegel einer naheliegenden Großstadt als Basis für eine Mieterhöhung in einer Kleinstadt zu nehmen. Im konkreten Fall ging es um eine Mieterhöhung im Umkreis von Nürnberg, bei der der Mietspiegel aus Nürnberg als Referenz genommen wurde.

Zwar ist es grundsätzlich erlaubt, die Mietspiegel von Nachbargemeinden zu nutzen, wenn für den entsprechenden Ort kein eigener Mietspiegel existiert. Dann muss aber auf die Vergleichbarkeit der beiden Gemeinden geachtet werden. Im vorliegenden Fall war diese Vergleichbarkeit nicht gegeben, weil der Ort mit 4500 Einwohnern nicht mit Nürnberg, einer 500.000  Einwohner-Stadt, vergleichbar ist.

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