Mieter müssen bei Auszug die Wände in neutralen Farben streichen

Bundesgerichtshof (BHG), (Az.: VIII ZR 416/12):

So lange der Mieter in einer Wohnung wohnt, können die Wände nach seinen Wünschen gestrichen werden. Beim Auszug ist der Mieter allerdings nicht frei in der Farbwahl, sondern muss, nach dem Urteil des Bundesgerichtshof (Az.: VIII ZR 416/12) , die  Wohnung in neutralen, gedeckten Farben übergeben. Die Begründung sieht der Bundesgerichtshof in der Wiedervermietung der Wohnung: Die neutralen und gedeckten Farben sollen sicherstellen, dass die Farbgebung für möglichst viele Mietinteressenten akzeptabel ist. Abweichungen von dieser Farbgebung können vom Vermieter behoben werden, wodurch Kosten für den Mieter entstehen können. Im konkreten Fall ging es um Malerarbeiten in einer Doppelhaushälfte, die für das Weißstreichen insgesamt Kosten von 3600€ verursacht haben und die der Mieter jetzt tragen muss. Er hatte die Wohnung in den kräftigen Farben Rot, Gelb und Blau übergeben.

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