Kosten von Unfall auf dem Weg zur Arbeit sind keine Werbungskosten

Behandlungskosten, Unfall, Arbeitsweg, Werbungskosten, Steuerrecht

Finanzgericht Rheinland-Pfalz (1 K 2078/15)

In einem Urteil aus dem Steuerrecht hat das Finanzgericht Rheinland-Pfalz entschieden, unfallbedingte Krankheitskosten, der sich auf dem Weg zu Arbeit ereignet, nicht als Werbungskosten absetzbar sind.

Im konkreten Fall hatte eine Angestellte auf dem Weg zur Arbeit einen Unfall und sie musste einen Teil der Reparaturkosten und der Behandlungskosten selbst übernehmen. Beide Positionen wollte sie danach in ihrer Steuererklärung als Werbungskosten absetzen. Die Reparaturkosten hatte das Finanzamt auch anerkannt, die Behandlungskosten allerdings abgelehnt, die – wenn überhaupt – als außergewöhnliche Belastungskosten anzusehen sein. Daraufhin klagte die Angestellte und zog vor das Finanzgereicht RLP. Das Gericht gab dem Finanzamt Recht, da die Aufwandspauschale bereits „sämtliche Aufwendungen“ für den Weg zwischen Wohnung und Arbeitsstätte abdecke, also auch außergewöhnliche Belastungen. Entsprechend sei sogar die Anerkennung der Reparaturkosten des KFZ als Werbungskosten vom Finanzamt nicht korrekt gewesen, denn auch diese Kosten seien bereits durch die Entfernungspauschale gedeckt, führte das Finanzgericht RLP weiter aus.

Haben auch Sie Fragen zum Steuerrecht? Gerne beraten wir Sie zu dem Thema – Sprechen Sie uns an.

Sind Kosten für Geburtstagsfeier steuerlich absetzbar?

Finanzgericht Rheinland-Pfalz  (6 K 1868/13)

In einem Urteil aus dem Steuerrecht hat Finanzgericht Rheinland-Pfalz die Aufwendungen für eine Geburtstagsfeier als Bewirtungskosten bzw. als Werbungskosten anerkannt, nachdem das zuständige Finanzamt dies erst abgelehnt hatte.

Im vorliegenden Fall aus dem Steuerrecht hatte der alleinige Geschäftsführer einer GmbH ca. 70 Personen zum Geburtstag eingeladen, wobei es sich nur im Arbeitskollegen, Mitarbeitern, einige Rentner und Personen aus dem Aufsichtsrat handelte. Durch die Feier in den Firmenräumen sind insgesamt Kosten von knapp 3000€ entstanden, die das zuständige Finanzamt nicht als Bewirtungskosten zugelassen hatte. Gegen diese Entscheidung erhob der Geschäftsführer Klage, weil diese Feier rein beruflich veranlasst gewesen sei. Auch wenn ein Geburtstag prinzipiell ein privates Ereignis sei, so habe er nur Gäste aus dem beruflichen Umfeld eingeladen, die Feier hätte in Firmenräumen stattgefunden und einige Gäste hätten sogar nicht Arbeitskleidung getragen. Dieser Argumentation folgte das Finanzgericht Rheinland-Pfalz und ließ die steuerliche Anerkennung der Kosten zu.

Haben auch Sie Fragen zum Steuerrecht? Gerne beraten wir Sie zu dem Thema – Sprechen Sie uns an.